Das Stadtbild von Forchheim ist über Jahrhunderte vom Braugewerbe geprägt.

Das erste Kommunbrauhaus gab es bereits 1511 in der Wiesentstr. 4. Das zweite Kommunbrauhaus wurde 1750 in der Hornschuchallee 20 errichtet.

Um Bier kühl zu lagern, wurde im Jahr 1691 der Steinbruch im Kellerwald offiziell für den Bau von Bierkellern von der Stadt Forchheim freigegeben. Jahr für Jahr entstanden mehr Stollen, sodass es 1850 über 50 Kellerrechte gab.

In den Hanglagen von Forchheim, wie am Weingartsteig, hat jeder Brauer seinen eigenen Hopfen angebaut. 1868 konnten im Bezirksamt Forchheim rund 16 000 Zentner Hopfen verzeichnet werden.

Im Jahr 1850 konnte Forchheim 38 Schankstätten zählen. Die meisten Brauer produzierten zu diesem Zeitpunkt ihr Bier in einem der Kommunbrauhäuser.

Das Forchheimer Bier hat schon Ende des 18. Jahrhunderts einen sehr guten Ruf genossen. So heißt es in einer Schrift von E. W. Martius: „Ihr gutes Brod und Bier hat von Fremden eine solche Schätzung erhalten, dass man beides in die benachbarten Auslande holt und verführt.“

Heute gibt es in Forchheim noch vier familiengeführte Brauereien Neder, Hebendanz, Eichhorn und Greif, die rund 40 Sorten Bier brauen und 23 Bierkeller im Kellerwald.